Text aus der Schäper Dorf-Chronik:

Der Schäper Reiterverein war nicht von langer Dauer, er wurde am 30. April 1922 gegründet.
Die letzte Versammlung war am 18. Juni 1930. Er existierte also 8 Jahre und 7 Wochen.

Zunächst die Gründungsversammlung:

Verhandelt Schäpe, den 30. April 1922

Bei der Gründungsversammlung wird Alwin Bochow zum Vorsitzenden gewählt, Vertreter Gustav Schwericke, zum Kassenführer Gustav Merkau, Vertreter Paul Merkau, zum Schriftführer Albert Otto, Vertreter Ernst Wüstenhagen.

Es wird beschlossen, beim Fehlen ohne Grund bei den nun kommenden Reit-Übungen eine Strafe von 20,- Mark festzusetzen, fehlen ohne Grund zur Versammlung 5 Mark. Es wird beschlossen das Gründungsfest am 28. Mai festzusetzen. Anfang 13 Uhr. Es wird Bilderstechen mit der Lanze vorgeführt. Reiter welche dabei allzu langsam reiten, um dadurch leichter zu gewinnen,zahlen 5 Mark Strafe, außerdem gilt der Gewinn nicht. Fremde Reiter zahlen 10 Mark Festbeitrag, Tanzgeld 10 Mark. Beim Preisschießen setzt jedes Mitglied 10 Mark in die Kasse; 3 Schuß kosten 3 Mark. Die Preisträger beim Bilderstechen die fünf ältesten Ehrendamen. Ferner wird die Kleidung zum Reiterfest festgelegt, dunkle Hose, weißes Sporthemd, dunklen Schlips, halbe Weste oder Gürtel, weiß und schwarz karierte Mütze, Verpflegung der Musik Bochow, Liro, Merkau, Gerloff und Seehaus.

Alwin Bochow

Am 8. April 1926 bekommt der Reiterverein einen neuen Vorstand.

In dem Protokoll heißt es:

Dann schritt man zur Vorstandwahl. Albert Wegener wurde mit großem Beifall zum ersten Vorsitzenden gewählt, sein Stellvertreter ist Gustav Merkau, Kassenführer Paul Schwein, Schriftführer Otto Grohmann.

Der Reitverein hatte um diese Zeit schon eine recht stattliche Mitgliederzahl zeitweilig weit über 20. Die Reitausbildung war eine ganz vorzügliche sodaß man zu Reiterfesten schon die schönsten Sachen vorführen konnte; auch Hindernisspringen fehlte nicht.

Im Protokoll vom 8. April 1926 heißt es weiter:

Fest ist am 2. Mai vorgesehen Anfang 1 Uhr. Es ist folgendes vorgesehen: Schulreiten mit Quadrille, Hindernisspringen und Ringstechen. Zum Reiterfest am 11. Mai 1924 wurden 8 Mann Musik bestellt.

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